| 19.12.2004 © by Rupert Vogl |
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| Canon EF 70-200mm 1:4 L USM | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die Profiklasse der Canon Objektive - gekennzeichnet durch das unscheinbare rote L in der Bezeichnung und durch eine unübersehbare weiße Farbe - übt einen ganz besonderen Reiz auf die Canonisten aus. Werden doch diese Objektive von den ganzen Profi Fotografen eingesetzt, sind aber aufgrund ihres z. T. extrem hohen Anschaffungswiderstandes für viele unbezahlbar! Das EF 70-200 1:4 L stellt da mit einem Straßenpreis von ca. € 650,- bis € 700,- fast schon ein Schnäppchen dar. Ist es doch auch mit dem superschnellen Ultraschallmotor zum fokussieren ausgestattet und hat ebenfalls Fluorit- und Super-UD-Linsen, die höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden sollen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Technische Daten: Gruppen / Linsen: 13 / 16 Diagonaler Bildwinkel: 34° ~ 12° Kleinste Blende: 32 Stärkste Vergrößerung: 0,21x Größter Abbildungsmaßstab: 1 : 5 Filterdurchmesser: 67 mm Durchmesser x Baulänge: 76 x 172 mm Gewicht: 705 g Anzahl Blendenlamellen: 8 |
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Auspacken und erster Eindruck Im kompakten Karton ist ein grauer Beutel, indem sich das eigentliche Objektiv nebst Front- und Bajonettdeckel sowie eine Gegenlichtblende befinden. Betriebsanleitung und Garantiekarte sind selbstverständlich. Eine Stativschelle fehlt! Aufgrund des Gewichts von 705 g ist es aber gerade noch möglich, auf die Schelle zu verzichten, vorrausgesetzt ein hochwertiges Stativ ist vorhanden. Ansonsten kann es zu unerwünschten Schwingungen kommen. Hingegen weniger verschmerzbar ist die Tatsache, daß Canon für die passende Stativschelle unverschämte € 120,- verlangt! Mit 705 g ist das Handling noch angenehm, wenn man bedenkt, daß viele hochwertige Teleobjektive ein Gewicht von 1200 g aufwärts haben. |
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| Das relativ geringe Gewicht wird durch eine sehr hochwertige, aber nicht spritzwasserdichte, Metall/Kunststoff-Mischbauweise erreicht. Dank Innenfokussierung dreht sich die Frontlinse erfreulicherweise nicht mit und beim Zoomen bleibt die Länge gleich. Alles findet im Objektivgehäuse statt. Sehr gut gelöst! Die komplette Mechanik (Zoom, Fokus) läuft seidenweich und ist absolut spielfrei. Sehr gut gefiel auch die Möglichkeit, jederzeit manuell in den Autofokusbetrieb eingreiffen zu können (FTM). Zwei Schalter befinden sich am Objektiv. Der selbstverständliche AF/MF Umschalter und ein Fokussierbereich-Wählschalter: Von 1,2 m bis unendlich und von 3 m bis unendlich. |
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| Ernüchterung gleich zu Beginn Die dem Test vorangegangene Fotopraxis mit dem 70-200 4 L brachte folgenden Fehler zum Vorschein: Bei allen Fotos im Brennweitenbereich von 70mm bis ca. 130mm (abnehmend) war der Fokus deutlich nach hinten verschoben: Backfokus! Bei Aufnahmen auf kurzer Distanz teilweise noch verschmerzbar, waren Fotos bei größerer Distanz Ausschuß, da das Hauptmotiv unscharf war, dafür der Breich dahinter scharf. Einzige Abhilfe schaffte manuelles Fokussieren. Aber das ist bei einem schnellen AF nicht Sinn der Sache! Es half nichts, das Objektiv musste zum Service! Canon in Willich war meine erste Anlaufstelle. Ausgestattet mit zahlreichen "Beweisfotos" und ausführlicher Fehlerbeschreibung ging das 70-200 auf die Reise. Eine relativ kurze Reise, wie sich 10 Tage später herausstellte. Das Objektiv kam übrigens vor der Eingangsbestätigung wieder bei mir an. |
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| Ernüchterung beim Lesen des beil. Canonschriebs: "Kein Fehler gefunden - Fokus steht perfekt. Bitte Gehäuse einsenden". Aha... Das Einsenden des Gehäuses schied meiner Ansicht nach aus, da alle anderen Objektive korrekt fokussierten. Ein Test an einer zweiten EOS 300D, einer brandneuen EOS 20D und an einer analogen EOS 50E bestätigte meine Theorie, daß das Objektiv doch dejustiert ist. Ich beschloß, das Objektiv erneut einzusenden. Nur diesmal nicht nach Willich, sondern zu einer Canon-Vertragswerkstatt nach München. Nach ca. 14 Tage hatte ich mein Objektiv zurück. Erste Tests ergaben dann, daß der Fokus nun über den ganzen Brennweitenbereich saß! Die folgenden Testfotos beziehen sich auf ein korrekt justiertes Exemplar. Schärfetest Die Testabbildung zeigt 100% Ausschnitte vom Zentrum des Testmotivs, sowie vom rechten und linken Bildrand. Getestet wurden dabei die Brennweiten 70mm, 109mm und 200mm bei Offenblende, f/5.6 und f/8 - praxisnahe Blenden für ein Teleobjektiv. Da es bei den anderen Brennweiten, samt Blenden keine besonderen Vorkommnisse gab, wurde auf weitere Beispielfotos verzichtet. |
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| Die Schärfe ist bereits bei Offenblende sehr gut. Durch Abblenden wird die Schärfe im Bildzentrum kaum noch gesteigert, der Bildrand hingegen profitiert noch etwas davon. Durch Drücken von "F11" kann bei einer Auflösung von 1280x1024 in den Vollbildmodus geschaltet werden, um nicht scrollen zu müssen. |
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| Dieses Beispiel demonstriert den Zoombereich 70-200mm. Die Ansicht wechselt im Sekundentakt. |
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