03.09.2006
© by Rupert Vogl
Review Zurück | HOME
Seite 1
Canon EF 17-40mm 1:4 L USM
Neben dem Sigma 18-50 f/2.8 und dem EF-S 17-85 IS USM, beide bereits vorgestellt, ist das Canon EF 17-40 ein weiteres beliebtes "Standardzoom" für 1.6x Crop SLRs, wo es eine alltagstaugliche Brennweite von 27-64 mm bietet. Für Vollformat Kameras nicht weniger interessant, schließlich bekommt man ein bezahlbares und hochwertiges Zoomobjektive für extremere Weitwinkel. Da es sich um ein "L" Objektiv handelt, sind die Erwartungen hoch: Wie ist die Schärfe? Halten sich die Verzeichnungen in Grenzen? Wie gut sind Farb- und Kontrastwiedergabe?
Technische Daten:

Glieder / Linsen: 9 / 12
Diagonaler Bildwinkel: 104° - 57°30'
Kleinste Blende: 22
Naheinstellgrenze: 0,28 m
Grösster Abbildungsmaßstab: 0,24 (bei 35 mm)
Filterdurchmesser: 77 mm
Durchmesser x Baulänge: 83,5 mm x 96,8 mm
Gewicht: 500 g
Auspacken und erster Eindruck
Im Karton befinden sich eine Anleitung nebst Garantiekarte, ein schöner Objektivbeutel, eine gewaltige Gegenlichtblende, wem wunderts, ist sie doch für Vollformat gerechnet, und das Objektiv selbst. Mit einem Pfund Gewicht ist das Objektiv noch nicht zu schwer. Eine 20D samt dem 17-40 liegt gut in der Hand und sorgt für eine gewisse Trägheit, die Verwacklungen entgegenwirkt. Dem Bajonett am nächsten ist der griffige Zoomring. Leichtgängig und geschmeidig geht das Zoomen vonstatten. Hinter der Eintrittslinse ist der Fokusring. Dieser ist ebenfalls sehr leichtgängig und dank FTM* Fokus kann man immer in den Autofokus eingreifen. Zwischen den beiden Drehringen ist die Entfernungsskala und der AF ein/aus Schalter platziert. Kunststoff ist das dominierende Material. Betrachten wir die Bajonettseite des Objektivs, fallen zwei Dinge auf. Zum einen die kleine Gummi Dichtlippe, die Kamera und Objektiv vor Staub und Spritzwasser** schützen soll und zum anderen eine Halterung für Folienfilter. Insgesamt sind Verarbeitung und Haptik sehr gut. Ein besonderes Highlight - so finde ich - ist der Innenzoom. Das Objektiv bleibt beim zoomen immer gleich lang.
* Full time manual Fokus
** Optimaler Staub/Spritzwasserschutz erst mit 77 mm Filter! (Siehe Bedienungsanleitung)
Anhand dieser kleinen Animation erkennt man deutlich den Innenzoom des EF 17-40 L.
Bildschärfe
Die 100% Ausschnitte zeigen die Bildschärfe jeweils von der Bildmitte, vom linken und vom rechten Bildrand. Die Blenden f/4 bis f/11 erscheinen mir als Praxisnah. Los gehts bei 17 mm.
17 mm
Gute Schärfe in der Bildmitte bereits bei Offenblende, die jedoch durch Abblenden nicht mehr stark zunimmt. Die Bildränder sind bei Blende f/4 relativ soft. Ab f/8 wirds auch hier recht scharf. Gerade an den Bildrändern hätte ich mir an einer APS-C Kamera einen Tick mehr Schärfe gewünscht. Vollformat Fotografen dürften etwas entäuscht werden.
40 mm
Erwartungsgemäß höhere Schärfe an den Bildrändern. Die Bildmitte zeigt in etwa gleiche Schärfe wie bei 17 mm.
Geometrie und Fokusgenauigkeit
Links: Beim Fokustest zeigt sich das Canon EF 17-40 L von seiner besten Seite. Der Fokus sitzt stets perfekt.
Rechts: Die roten Hilfslinien dienen als Referenz und wurden per EBV als Vergleich eingezeichnet. Die Geometrie verzeichnet bei 40 mm kaum, bei 17 mm jedoch deutlich tonnenförmig. Die Abbildung zeigt im zweisekunden Takt 17 mm und 40 mm Brennweite.
Hoch Weiter auf Seite 2